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Allgemeine Informationen

Hausstaubmilben Allergie?

1. Ursachen der Hausstaubmilbenallergie

Hausstaub ist ein Gemisch aus verschiedenen Bestandteilen, von Haaren, Hautschuppen von Menschen und Tieren, Fasern, Pilzsporen, Federn, Bakterien, Hausstaubmilben u.ä. mehr. In jedem Haushalt weist der Hausstaub eine andere Zusammensetzung auf.

Spinnentiere

Hausstaubmilbe

Die Milben zählen zur Gruppe der Spinnentiere, sind ca. 0.3 mm gross und mit blossen Augen nicht zu erkennen. Sie sind natürlicher Bestandteil des Ökosystems in jedem Haushalt, also kein Anzeichen für mangelnde Hygiene oder Sauberkeit.

Hausstaubmilben verfügen über keine Augen, sind sehr scheu und meiden daher jede Lichtquelle. Mit steigender Temperatur erhöht sich ihre Mobilität. Milben besitzen an den Füssen Saugnäpfe, das heisst, dass der Luftsog (Vakuum) des Staubsaugers sie nur schwer erfassen kann.

Krankheiten

Milbenschutzbezüge

Sie übertragen keine Krankheiten und ihre Anwesenheit wird üblicherweise erst bemerkt, wenn ein Familienmitglied allergisch auf die Hausstaubmilben reagiert.

Die zwei häufigsten Milbenarten in unserer alltäglichen Umgebung sind die beiden Hausstaubmilben Dermatophagoides pteronyssinus und Dermatophagoides faerinae.

Ökologische Voraussetzungen

Die ökologischen Voraussetzungen für die Fortpflanzung der Hausstaubmilbe ist eine feucht-warme Umgebung. Milben vermehren sich vorzugsweise in Lebensräumen mit einer relativen Luftfeuchtigkeit von 65-80% und einer Temperatur zwischen 20-30 0C.

Hauptallergen

Sie ernähren sich hauptsächlich von menschlichen und tierischen Hautschuppen
und vorverdauten Schimmelpilzen. Täglich verliert der Mensch ca. 1.5 Gramm
Hautschuppen, genug mehrere 100‘000 Milben einen Tag lang zu ernähren!

Das Hauptallergen ist Bestandteil des Milbenkots. Eine Milbe kann ca. 20-40 Kotbällchen pro Tag produzieren.

Jahreszeiten

Im Frühjahr, wenn die Temperaturen wieder steigen, vermehren sich die Milben extrem stark. Die grösste Population kann im Hochsommer und Frühherbst nachgewiesen werden.
Mit Beginn der Heizperiode stirbt eine grosse Zahl der Milben ( niedrige Luftfeuchtigkeit). Die allergischen Reaktionen erreichen zu diesem Zeitpunkt ihren Höhepunkt. Dies weil sich zu diesem Zeitpunkt die grösste Menge an Exkrementen Kotbällchen) angesammelt hat.

Exkremente

Milben Kot (Exkremente)

Eine Milbe produziert im Lauf ihres zwei bis vier Monate langen Lebens etwa das 200-fache ihres Körpergewichtes an Exkrementen. Die Kotbällchen, die zunächst noch von einer schleimartigen Schicht umgeben sind, zerfallen nach deren Austrocknen in sehr kleine Teilchen, die sich dann mit dem Hausstaub verbinden.

Durch Bewegung von Textilien, wie Matratzen und Bettwaren, Polstermöbeln und Teppichen, sowie durch Luftzug beim Staubsaugen oder beim Öffnen der Fenster, wird dieser allergenhaltige Feinstaub aufgewirbelt und mit der Atemluft inhaliert. Der Patient reagiert mit Augentränen, laufender Nase, Niesanfällen und Husten, in schwerwiegenden Fällen auch mit Asthma.

Lebensraum der Milben

Bevorzugt leben Milben in Matratzen, Duvets und Kissen, aber auch in den Schlafstätten der Haustiere, in Textilien, Teppichböden, Polstermöbeln und Stofftieren.

Hausstaubmilben-Allergie

Zu wissen, wo im häuslichen Milieu Hausstaubmilben-Allergene in einer hohen Konzentration vorliegen, ermöglicht es den Bewohnern, Vorkehrungen bei der Wohungseinrichtung, den Reinigungsmassnahmen und im Lebensstil zu treffen, um sich in den eigenen vier Wänden vor einer Allergieentstehung zu schützen oder – bei schon eingetretener Allergie – durch Eindämmung der konkreten Allergenquelle ihre Beschwerden zu verringern.

Das Ziel aller Massnahmen ist, die Lebensbedingungen für die Milben deutlich zu verschlechtern und somit den Allergengehalt im Staub zu verringern.

Eine Hausstaubsanierung ist notwendig, wenn ein Familienmitglied allergisch auf Hausstaubmilben reagiert. Sie kann zudem vorbeugend für noch nicht allergische Familienmitglieder wirken, oder bei Neurodermitis die Schubfrequenz verringern.

2. Sanierungsmassnahmen

Heute stehen verschiedene Sanierungsmöglichkeiten zur Verfügung, Milbenwachstum und Allergenproduktion in Innenräumen deutlich zu verringern.

Ein ungünstiges Raumklima für Milben wird insbesondere durch niedrige Luftfeuchtigkeit erreicht.
In Wohnräumen soll die Feuchtigkeit 50 % rLF bei einer Raumtemperatur von 19-21 0C (im Schlafzimmer nicht über 18 0C) nicht übersteigen.

Daher Zimmer regelmässig lüften, 2-3 mal täglich 3-5 Minuten, besonders bei kaltem Wetter.

Bettwaren

Eine der wichtigsten Massnahmen bei einer Allergie auf Hausstaubmilben ist, die Matratze, Duvets und Kissen mit einem allergendichten Milbenschutzbezug (Encasing) zu versehen.

Spezial-Matratzen

NEU sind auch Spezial-Matratzen mit integriertem Milbenschutz (BICO MicroClean) erhältlich! Eine gute Alternative für Allergiker, die eine neue Matratze anschaffen möchten.

Damit wird den Milben ihr Hauptlebensraum verschlossen und gleichzeitig verhindert, dass die Milbenallergene aus der Matratze in die Luft gelangen. So wird eine Beschwerdenverbesserung bei Erwachsenen und Kindern mit Asthma, Rhinits oder Neurodermitis erzielt.

Traditionelle Matratzen

Traditionelle Matratze sollte in jedem Fall mit einem Milbenschutzbezug eingekleidet werden. Beim wöchentlichen Leintuchwechsel ist die Oberfläche des Milbenschutzbezuges mit einem feuchten Lappen oder mit einer sauberen Staubsaugerdüse zu reinigen. (Entfernung von Haut-Schuppen und anderen Verunreinigungen). Die Encasings werden 1-2 mal jährlich bei 95 0C gewaschen.

In Ergänzung zu Matratzenbezügen und MicroClean-Matratzen können auch voll waschbare Duvets und Kissen verwendet werden. Hier sollte allerdings darauf geachtet werden, dass diese Bettwaren mindestens im Frühjahr und Herbst bei 60 0C vorzugsweise bei 95 0C gewaschen werden.

Waschempfehlung

Aus hygienischen Gründen empfiehlt es sich, Duvets und Kissen zusätzlich nach Bedarf zu waschen.

Indikation Asthma bronchiale

Bei der Indikation Asthma bronchiale empfehlen wir sowohl die Matratze, als auch Kissen und Duvet mit einem milbendichten Bezug einzukleiden. Wichtig: Auch das Partnerbett muss saniert werden.

Kuscheltiere

Die einfachste Methode, Kuscheltiere von Milben und deren allergenhaltigen Exkrementen zu befreien, ist, diese während mehreren Stunden in der Kühltruhe zu lagern und anschliessend in der Waschmaschine zu waschen.

Fussböden

Für Allergiker sind glatte Böden nur günstiger, wenn sie sehr häufig (in der Regel täglich) gewischt werden, da anfallender Staub hier stärker aufgewirbelt wird als bei kurzflorigen Teppichböden.

Eine absolut staub- und milbenfreie Wohnumgebung lässt sich nicht herstellen, ein Hausstaubmilbenallergiker sollte aber versuchen einen möglichst milben- und allergenarmen Wohnraum zu schaffen.

Polstermöbel

Geeignet sind Polstermöbel mit Leder- oder Microfaserbezügen.

Allgemeine Reinigungsempfehlungen

Allg. Grundsatz: feucht reinigen (bindet Staub). Entfernen Sie Staubfänger, wie Vorhänge und Pflanzen aus dem Schlafzimmer.
Staubsaugen (vorzugsweise mit HEPA-Technologie) und dies bei geöffnetem Fenster.

Haustiere

Möglichst keine gefiederten oder pelzigen Haustiere in Schlafräumen halten, da deren Hautbestandteile die Milben auch ernähren und zudem Allergien gegen Tiere entstehen können.

Pflanzen

Pflanzen sind allgemein Feuchtigkeitsspender. Es sollten daher keine Topfpflanzen oder Hydrokulturen im Schlafzimmer und nur wenige in den Wohnräumen vorhanden sein.

Ferien

Wählen Sie milbenfreie Ferienorte über 1200 m über Meer (trockenes und kühles Klima)
Fragen Sie in Hotels nach Zimmern, die speziell für Allergiker eingerichtet sind.

Profitieren Sie von unseren langjährigen Erfahrungen. Interessante Informationen finden Sie auch in der Rubrik Produkte.

Beratung


Haben Sie noch Fragen?
Wir beraten Sie kompetent am Telefon oder an unserem Firmensitz in 6330 Cham.

Dokumentation

CAREtex Broschüre

mit Stoffmuster

Auf Wunsch senden wir Ihnen eine ausführliche Dokumentation über unsere Allergie-Präventionsprodukte.

CARE Textil GmbH
Alte Steinhauserstrasse 1
CH-6330 Cham
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